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Zeitreise

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Ich habe heute eine unerwartete Zeireise gemacht. Ich war vor ein paar Wochen in Amsterdam und habe meine neue Olympus XA mit gehabt. Dazu noch eine Hand voll Filme. Kodak Porta 400 und noch einen anderen Farbfilm und ein paar SW Filme, die ich aber nicht verschossen habe.

Da ich Farbfilme nicht zu Hause entwickeln kann, ging es wieder zu Rossmann mit den zwei Filmen und heute habe ich sie abgeholt. Beim durchschauen der Bilder ist mir etwas aufgefallen. Sehr viele Doppelbelichtungen. Und es hat mich sehr verwundert. Warum? Nun, weil man mit der Olympus eigentlich keine Doppelbelichtungen machen kann. Man drückt den Auslöser, dann muss man die Spule drehen, sonst löst die Kamera nicht erneut aus.

Als ich mir die Doppelbelichtungen genauer angeschaut habe, war noch noch verwirrter. Es waren mir unbekannte Menschen zu sehen. Im ersten Moment nichts neues, da ich ja viel Street Fotografie mache. Aber hier war es anders. Es waren Kinder. Und je genauer ich hingeschaut habe, desto mehr habe ich an mir selbst gezweifelt.

Es waren auch mir bekannte Orte. Und langsam, kamen mir auch die Gesichter bekannt vor. Das war meine alte Realschulklasse. Meine alte Schule. Schätzungsweise, zwischen 5 und 7ter Klasse.

Aber wie zum Teufel sind die da drauf gekommen? Ich habe vor ein paar Jahren, lass es mal 2-3 gewesen sein, den Keller ausgeräumt und mir sind dabei 2-3 Filme unter die Finger gekommen. Alles alte Farbfilme. Alle nicht belichtet. Woher ich das wusste? Ganz einfach, weil alle Filme noch eine Filmlasche hatten.  Diese dient dazu, den Film einzuspulen. Und wenn man ihn verschossen hat, muss man ja Rückwärts spulen und dann verschwindet diese Lasche im Inneren des Filmkanisters. Doch hatten alle 3 Filme noch die Lasche und ich dachte einfach, dass ich die irgendwann mal gekauft hatte und vergessen.

Die anderen Filme hatte ich auch schon verschossen und dort hatte ich auch einige Doppelbelichtungen, aber was eher an der Kamera lag. Denn diese Doppelbelichtungen damals, waren von aktuellen Fotos.

Wie ist es nun passiert? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich habe den Film wohl verschossen… Auch wenn ich mich nicht wirklich erinnern kann, dass ich damals Fotografiert habe. Aber scheint wohl so gewesen zu sein. Wobei ganz verschossen, scheine ich den Film damals auch nicht.}

Da nicht alle Fotos doppelt belichtet sind. Der Film ist auf jeden Fall alt. Und abgelaufen. Merkt man an dern Farben.

Und doch … ergeben sich dadurch sehr interessante Effekte. Eine Reise in meine Vergangenheit, kollidiert mit der Gegenwart.

 

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Was ist das Beste Notizbuch?

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Eigentlich wollte ich über mein neues Reisetagebuch schreiben, aber aus Gründen die ich hier noch nicht nennen will, verschiebt sich das noch um ein paar Tage. Aber fast genauso gut, das Thema Notizbücher.

Ich habe mich zu einem Menschen gewandelt, der ohne sein Notizbuch nicht mehr kann. Ich schreibe da alles rein. Von Terminen, über Aufgaben, Notizen und Vorlesungsmitschriften bis zu alltäglichen Gedanken. Deswegen lege ich auch viel Wert auf ein gutes Notizbuch.

Ich habe jetzt bestimmt einen Schuhkarton voll mit Notizbüchern die ich über die Jahre vollgeschrieben habe. Vor einiger Zeit habe ich Moleskine für mich entdeckt und war begeistert. Bin ich heute eigentlich auch noch. Eigentlich.

Irgendwie bin ich zu den Füllfederhalter-Menschen übergegangen. Ich schreibe fast ausschließlich mit Füller. Außer wenn es mal nicht anders geht. Klausuren z.B. oder wenn ich ihn mal vergessen habe. Und auch wenn ich Moleskine sehr mag, ist das Papier nicht sehr optimal für Füller. Je nach Tinte, drückt es sehr stark durch und wenn man dann die Seiten komplett beschrieben hat, sieht es nicht mehr ganz so schön aus.

Deswegen habe ich mich auf die lange Suche nach dem perfekten und besten Notizbuch (für Füllfederhalter) begeben und habe dann am Ende drei Favoriten rausgepickt und getestet.

Geschrieben wurde mit einem Pelikan M215 mit einer feinen Feder und J.Herbin Cacao Du Brésil Tinteeinem wundervollen Braun ton.

Moleskine

Auf dem dritten Platz, liegt bei mir Moleskine. Eigentlich das Orginal, wenn es um Notizbücher geht. Moleskine hat den Trend mit den abgerundeten Ecken, Gummiband und Innentasche vor gemacht. Das von vielen Künstlern, Schriftstellern und Intellektuellen verwendete Notizbuch ist auch heute noch sehr beliebt und ein Trend. Für mich belegt es jedoch nur den dritten Platz. Auch wenn ich es sehr lange verwendet habe, eignet es sich immer weniger dafür mit Füller  zu schreiben. Es ist recht teuer aber die Papierqualität lässt zu wünschen übrig.
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Das größte Problem mit dem Papier von Moleskine ist, dass es die Tinte regelrecht aufsaugt. Das hat zur Folge, dass das Schriftbild unsauber wirkt. Die Linien sind recht breit und fransen teilweise an den Seiten aus. Das sieht man beim Crop besonders gut.
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Dadurch, dass das Papier so viel Tinte aufsaugt, drückt es auch auf der Rückseite durch. Es gibt vereinzelt Punkte wo sehr viel Tinte durch kommt und wenn man beidseitig schreiben will, sieht es dann leider sehr unschön aus.

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Leuchtturm1917

Das zweite Notizbuch ist von Leuchtturm1917 und ähnelt in vielen Dingen dem Moleskine. Gummiband, Innentasche und abgerundete Ecken. Darüber hinaus bietet das Leuchtturm auch ein paar Kleinigkeiten die mir sehr gefallen. Einmal, für die Sparfüchse unter uns, ist das Leuchtturm Notizbuch günstiger als das Moleskine und hat dabei noch mehr Seiten. Das Moleskine mit 192 Seiten und das Leuchtturm mit 249 Seiten, ist schon ein bemerkbarer Unterschied. Dazu hat das Leuchtturm ein Inhaltsverzeichnis, nummerierte Seiten und ist auch ein Stück breiter als das Moleskine. Außerdem bietet Leuchtturm auch eine große Farbvariation an.

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Beim Papier kann man auch direkt einen Unterschied merken. Das Papier saugt zwar auch die Tinte recht stark auf, wie beim Moleskine, jedoch hält sich das noch in Grenzen. Das Schriftbild wirkt sauberer und beim schreiben scheint es auch weicher zu sein. Obwohl die

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Auch drückt die Tinte nicht so stark auf der Rückseite durch. Man kann zwar immer noch erkennen, dass geschrieben wurde, aber es gibt keine dunklen Flecken. Somit kann man es auch ohne größere Probleme, beidseitig beschreiben und das Schriftbild wirkt immer noch sauber.

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Rhodia Webnotebook

Kommen wir nun zum dritten Notizbuch, dem Rhodia Webnotebook. Von den Features her, hat sich nicht viel getan. Abgerundete Ecken, Gummiband und Innentasche. Das Rhodia gibt es aber nur in Schwarz oder Orange. Außerdem ist der Einband anders. Beim Moleskine und Leuchtturm ist der Einband mit einer Lederstruktur versehen beim Rhodia hingegen ist es glattes weiches Gummi. Und der Einband ist nochmal etwas dicker als bei den beiden anderen. Was außerdem noch auffällt, ist das seltsame Format. Das Rhodia Webnotebook ist etwas breiter als das Mokeskine.

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Kommen wir zum Papier. Nun das Papier ist ein wirklicher Genuss. Man schreibt Butterweich darauf und das Papier saugt auch bei weitem nicht soviel Tinte auf wie die beiden anderen. Dadurch wirkt das Schriftbild sehr sauber und die Linien auch feiner. Das Papier ist ziemlich dick, wodurch man auf der Rückseite keinerlei Spuren entdecken kann und wunderbar beidseitig schreiben kann.

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Fazit

Ist das Rhodia nun klarer Sieger? Nun was Papierqualität angeht, auf jeden Fall. Was Preis-Leistung angeht, nicht ganz. Das Rhodia ist etwas teurer als die beiden anderen Notizbücher, hat jedoch weniger Seiten. Dadurch, dass das Papier aber so dick ist, fällt das kaum auf wenn man alle drei Notizbücher vergleicht.

Wer also großen Wert auf gutes, hochwertiges Papier legt, sollte zum Rhodia greifen. Ansondern zum Leuchtturm.

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Neue Kamera in der Familie.

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Ich war jetzt schon länger auf der Suche nach einer neuen Kamera. Nicht weil meine anderen Kameras nicht mehr funktionieren, sondern es war einfach wieder Zeit für etwas neues.

Mittlerweile bin ich ausschließlich analog unterwegs und habe meistens entweder meine Mittelformat Zenza Bronica SQ dabei oder meine kleine Rangefinder Vivitar 35ES. Und ich finde so kleine Kameras wie die Vivitar einfach genial. Aber da ich in letzter Zeit immer wieder Probleme mit der Belichtung bei der Vivitar hatte, habe ich mich auf die Suche nach einer neuen begeben. Ich nehme mal an, dass der Belichtungsmesser der Vivitar neu justiert werden muss. Ein kleines Problem mit der Vivitar ist die Batterie. Denn sie mag gern eine PX675 haben. Das sind kleine Quecksilber Zellen, die leider nicht mehr produziert werden. Und die Kamera ist halt auf die 1.35V Spannung eingestellt und bei anderen Batterien mit mehr oder weniger Spannung, ist der Belichtungsmesser nicht mehr so genau.

Deswegen habe ich auch mehrere Batterien für z.B. Hörgeräte ausprobiert und dann die Belichtungsmessung mit meiner Digitalkamera und Belichtungsmesser verglichen. War leider immer leicht daneben.

Nun lange Rede, kurzer Sinn: Ich war auf der Suche nach einer neuen Kamera. Gerne eine kleine Rangefinder für Unterwegs. Ich hatte mehrere im Auge und eine die mein Herz direkt verzaubert hat, war die Voigtländer Bessa R. Die auch wie so oft “The poor man’s leica” genannt wurde. Ein wunderschönes schlichtes schwarzes Design und die Möglichkeit Objektive zu wechseln. Da es ein M39 Objektgewinde hat, konnte man auch Leica Objektive daran befestigen. Manueller Fokus, TTL-Belichtungsmessung, … ach einfach ein Traum. Leider ist es gar nicht so einfach daran zu kommen. Besonders, wenn man nicht viel Ausgeben will. Ich habe Tagelang in der Bucht gefischt und in Foren und wurde leider mehrfach überboten bei den 2-3 Auktionen die es zu der Kamera gab.

Aber ich hatte noch einige andere Kameras im Auge, die Yashica Electro 35 GSN, Olympus 35 RC, Canon QL17 G-III und die Konica Hexar AF. Alle bis auf die Konica waren typische Messsucherkameras und im Preisbereich zwischen 20 und 120 Euro. Die Konica lag da schon höher. Ab 150 bis 300 €, je nach Modell und Zustand. Die Hexar ist eine voll-automatische Kleinbildkamera und gehört eher zu der Kategorie Point-and-Shoot anstatt Rangefinder. Trotzdem hat mir das Design der Kamera sehr gefallen und auch die Linse war solide. Ich habe viel gutes über die Kamera gelesen und das einzig negative war die Useability. Denn das Interface und die Bedienung waren mehr als Umständlich. Wieder in der Bucht ein paar Auktionen beobachtet. Bei der Yashica und der Canon wurde ich leider wieder überboten.

Dann bin ich durch Zufall auf die Olympus XA gestoßen. Wie die Olympus 35 RC eine sehr kleine Kamera, ideal für unterwegs. Ich hatte Glück, da eine Auktion in ein paar Stunden auslief und habe fleißig Geboten. Zu der XA Familie gehören noch weitere Kameras, wie die XA2, XA3 und XA4. Die XA3 und XA4 sind jedoch unglaublich selten, da diese nur begrenzt Produziert wurden. Am häufigsten war die XA2. Obwohl die XA2 der Nachfolger der XA war, gab es doch Unterschiede bei den Funktionen. Langsamere Linse, Zone-focusing, kein Backlight Adjustment, dafür aber auch um einiges günstiger. Im Durchschnitt ging die XA2 für 20-30 € weg. Die XA hingegen für deutlich mehr.

Ich war also froh, dass ich auf die XA Geboten habe und habe die letzten Minuten abgewartet und dann ist es wirklich passiert. Ich wurde überboten. In der letzten Sekunde. Und da ich gerade gemüdlich am Essen war, habe ich es nicht mehr geschafft mein Gebot zu erhöhen. Die XA ging dann für knapp 70 € weg.

Das wars. Mehrmals überboten. Zu wenig Auktionen. Ich hatte genug.

Es gab sonst keine weiteren XA Auktionen mehr, nur noch welche für Sofortkauf für 150-180 €. Was mir aber zu viel war für die Kamera. Das Ende der Suche?

Nein. Ich habe dann noch eine XA2 gesehen, die gerade bei 5 € war und dachte warum nicht. Die paar Euro tun dann eh nicht weh. Und auch wenn ich lieber die XA oder XA3 hätte, mit mehr Einstellungsmöglichkeiten, war die XA2 doch besser als nichts. Als ich jedoch das Bild sah, war ich verwirrt. Denn in der Auktion stand XA2 mit A11 Blitz. Doch auf dem Bild war eine XA zu sehen.

Deswegen habe ich schnell den Verkäufer angeschrieben und gefragt ob das Bild oder die Produktbeschreibung falsch sei. Er hat auch prompt geantwortet, dass ich wohl recht habe und es eine XA ist und keine XA2.

Wie ein Ninja habe ich den Ablauf der Sekunden beobachtet und mir ein hartes Biet-Duell mit einem anonymen unbekannten geliefert. Und habe die Kamera am Ende für 20 € bekommen.

Ich  dachte ja wirklich, dass mich all mein gutes Karma verlassen hätte, doch da hab ich jetzt ein schönes Schnäppchen gemacht. Und das auch nur, weil sich der Verkäufer bei der Produktbeschreibung vertan hat.

Die XA ist nun vor ein paar Tagen angekommen und ich habe sie mit neuen Batterien gefüttert (die nimmt die SR44 Silberoxide Batterien) und schon etwas damit rumgeknipst. Ich hoffe, dass ich dann bald ein paar Fotos hochstellen kann.

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Bildband: War Porn von Christoph Bangert

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Meistens, wenn ich ein Bildband, Buch oder Spiel vorstelle benutze ich äußerst positive Adjektive wie fantastisch, gelungen, atemberaubend und andere. Manchmal auch nicht ganz so positive. Doch im Fall von War Porn, fällt es mir schwer diese Adjektive zu gebrauchen. Ja, War Porn von Christoph Bangert ist ein Fall für sich.

Was nicht heißt, dass dieses Bildband nicht gut ist. Es ist gut, auf seine eigene Weise. Und das Ziel, welches es verfolgt, das erreicht es auch, meiner Meinung nach.

Fangen wir mit dem Titel an. War Porn. Der Begriff Porn wird meistens in einem positiven Zusammenhang gebracht. Wenn etwas richtig gut ist, hängen wir gerne ein Porn dran. Das bekannteste ist wohl Food Porn. Schöne Bilder, von schönem Essen. Es gibt auch noch einige weitere Derivate davon.

Aber War Porn, irgendwie ein Wiederspruch. Schöne Bilder vom … schönen Krieg? Nein. Das ist War Porn nicht. Es ist sogar genau das Gegenteil. Und genau das führt dazu, dass ich keine schönen, positiven Adjektive für dieses Bildband finde. Es ist ein sehr starkes und meiner Meinung nach auch wichtiges Bildband, denn es zeigt den Krieg so wie er ist. Grausam, entsetzlich und abstoßend. Denn es zeigt die Opfer. Unzensiert.

Für mich war es auf jeden Fall eines. Desillusionierend.  Kriegsfotografie hatte für mich seit ich ein Bildband von Robert Capa eine ganz gewisse Romantik. Nun natürlich nicht eine Candlelight Dinner Romantik, aber eine abenteuerliche. Man sah die Fotos und war fasziniert, denn der Mensch hat eine voyeuristische Veranlagung. Auch Robert Capa hat Szenen fotografiert, die alles andere als schön waren, doch trotzdem hatten seine Bilder immer eine Faszination in mir erweckt. Und dadurch auch ein vererztes Bild vom Krieg. Auch heutigen Kriesengebiet Fotografen und Reportagen, ist es oft so. Es wird leid gezeigt, dass in uns ein schlechtes Gefühl aufkommen lässt. Man ist betroffen über die jeweiligen Zustände. Den jeweiligen Krieg. Die Opfer. Doch bei War Porn liegt die Sache noch anders.

Man bekommt Bilder zu sehen, die sonst nirgends erschienen wären. Keine Stern- oder Spiegeltauglichen Bilder. Diese Bilder zeigen den Schrecken und die dunkle Seite des Krieges mehr als alle anderen. Und man selbst als Betrachter führt einen Kampf, bei jedem Seitenumschlag. Leichen, Körperteile, Verwesung. Man bekommt die Bilder zu sehen, die man eigentlich gar nicht sehen will. Man ist sich immer Bewusst, dass es diese Sachen gibt, wenn man vom Krieg hört. Doch wenn man sie nicht sieht, verdrängt man es irgendwie.

War Porn jedoch, führt genau diese Dinge, dem Betrachter vor Augen und dieser muss sich dann damit auseinandersetzen. Ich muss zugeben, ich hatte große Probleme diesen Bildband bis zu Ende zu schauen. Ich habe ihn mehrmals weg gelegt und wieder angefangen. Nicht nur, dass die Bilder einem ein flaues Gefühl im Magen bereiten, es ist noch mehr. Einige der Seiten haben eine Doppelseite die eine Perforation hat und die man erst mit einem Messer aufschneiden oder mit den Händen aufreißen muss. Was in einem ein sehr merkwürdiges Gefühl auslöst. Da die Bilder die “in den Bildern” stecken, oft sehr brutal und heftig sind, überlegt man es sich oft zwei Mal, ob man das jetzt wirklich aufreißen will.

Bei den ersten Seiten, die ich öffnen musste ging es noch. Aber je länger es gedauert hat, desto ungewillter war ich. Es war eine Gratwanderung zwischen Voyeurismus und Abscheu.

Und genau deswegen finde ich auch, dass das Bildband ein wichtiges ist. Es stellt einiges  zur Diskussion und es weckt ohne Zweifel Emotionen. Trotzdem fällt es mir schwer, es ohne weiteres weiterzuempfehlen. Es ist nicht das typische Bildband für das Bücherregal. Trotzdem ein wichtiges Bildband.

 

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Bildband: Ireland Ever von Jill Freedman

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Ich bin ein großer Jill Freedman Fan, seit ich von Street Photography erfahren habe. Aber bisher konnte ich mir noch kein Bildband von Ihr beschaffen, da die meisten leider out-of-print sind. Jill Freedman ist besonders durch ihre Street Cops und Firehouse Serie berühmt.

Mehr oder weniger durch Zufall bin ich dann auf den Bildband Ireland Ever gestoßen und habe zugegriffen.

Und ich habe es nicht bereut, denn es ist ein wirklich wunderbares Bildband, der einem einen Blick in eine andere Welt erlaubt.  Mit Orts- aber ohne Zeitangabe führt Jill Freedman einen durch Irland und porträtiert das Land über ihre Menschen. Was entsteht ist ein fantastischer Eindruck in eine Kultur die fremd und sogleich sehr nah scheint.

Viele der Fotos sind in ländlichen Regionen gemacht, was mich auch immer ein bisschen an meine Heimat erinnert und bei vielen Szenen verfalle ich in Nostalgie. Wer sich also für Dokumentarische Fotografie interessiert, dem kann ich das Buch nur an’s Herz legen.

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Neuer Filmscanner

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Es fühlt sich doch wirklich wie 100 Jahre an, seit mein Scanner quälend seinen letzten Scan getätigt hat und dann gestorben ist. Seitdem habe ich auch keine meiner negative gescannt. Was ein unglaublich seltsames Gefühl ist, weil man die ganze Zeit hin und wieder Fotos macht, aber gar nicht weiß wie die später aussehen.

Als dann letzte Woche der neue Scanner, ein Canon 9000f angekommen ist, ging die Arbeit erst richtig los. Ich habe meine ganzen 35 und 120 mm Negative rausgesucht und so ziemlich alle gescannt, die sich gelohnt haben.

Ich war ziemlich überrascht wie viel Film ich in den letzten Jahren angesammelt habe und auch von den Bildern war ich teilweise überrascht. Immer wieder so ein “Ah das ist von damals” – Moment.

Ich versuche jetzt alles irgendwie zu organisieren und langsam einige davon auf meinen Flickr Stream zu laden.

Die letzten Tage war ich auch wieder fleißig am Entwickeln da ich noch 5-6 Filme hier hatte, die schon darauf gewartet haben. Die letzten 2 Filme werden diese Woche entwickelt. Bin mal gespannt was drauf ist, da ich mich bei einigen auch nicht wirklich erinnern kann, von wann die sind.

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