8 August – Tageszeit unbekannt
Ich wache an einer Küste auf. Ich kenne sie nicht. Mein Kopf dröhnt. Außer meinem treuen Rucksack und etwas Munition habe ich nichts bei mir. Woher habe ich nur diese Munition? Und noch viel wichtiger, warum habe ich nicht die passende Waffe dazu?
Ich laufe die Küste entlang. Auf der Suche nach etwas Essbarem und etwas das ich als Waffe benutzen kann. Die Sonne brennt und mein Hals wird trocken. Einige hundert meter vor mir, sehe ich eine kleine Hütte im Wald. Vielleicht finde ich da ja was zu essen. Kurz bevor ich die Hütte erreiche, werde ich von zwei Menschen überrascht. Oder besser gesagt was von ihnen übrig ist. Denn viel Menschlichkeit steckt nicht mehr in ihnen. Verfaulte Wesen, blutverschmiert. Ich schleiche mich an ihnen vorbei. Höre jeden Grashalm der Bricht. Halte den Atem an. Gottseidank sind diese Viecher nicht die schlausten. In der Hütte angekommen, Jackpot. Ich finde ein Gewehr, mehr Munition, Bandagen und eine Dose Baked Beans. Wie ich Baked Beans hasse. Aber besser als verhungern.
Ich gehe weiter nach Süden. Jedenfalls glaube ich, dass es Süden ist. Ich sehe eine kleine Siedlung am Horizont. Irgendwie bohrt sich da ein flaues Gefühl in meinen Magen. Schon aus der Ferne sehe ich dutzende von diesen Dingern. Aber nach mehrstündigen Marsch habe ich Durst. Und hunger. Es ist erstmal Zeit für eine kleine Pause. So eine Dose Baked Beans steigert immer die Moral und ich kann erstmal wieder zu kräften kommen. Nach kurzer Pause, geht es weiter. Auch wenn der Durst nicht nachgelassen hat. Diese Siedlung ist meine einzige Möglichkeit zu überleben. Ich schleiche mich an allen wandelnden Überbleibseln dieser Gegend vorbei und komme zum ersten Haus. Es ist verschlossen. Egal. Ich habe noch mehr zur Auswahl. Auch das zweite Haus ergab keinen Erfolg. Beim dritten Haus, was auch eine Niete war, überkam mich das Gefühl, dass es doch ein Fehler war in die Siedlung zu gehen. Beim vierten bekam ich die Tür auch nicht auf. Aber da war eine kleine Scheune in der ich mich mit mehr Munition eindecken konnte. Ich habe nun genug Munition um einen kleinen Krieg zu gewinnen. Jedoch nicht die nötigen Waffen. Und was viel schlimmer ist, kein Wasser.
Die Sonne brennt unermüdlich. Manchmal ist es so hell, dass ich kaum mehr was sehe. Alles wikt verschwommen. Beim nächsten Haus habe ich jedoch Glück. Die Tür steht offen. Ich gehe guter Hoffnung herein. In einem verlassenen Haus, wird sich sicherlich etwas finden. Außer 2 leeren Soda Dosen ist jedoch nichts da. Demoralisiert und dehydriert geh ich wieder raus. Ich merke wie es langsam aber stetig mit mir zu Ende geht. Dann ein Schuss. Schuss. Noch einer. Ich ducke mich. Ich höre wie Sie stöhnen und rennen. Ich höre meinen eigenen schweren Atem. Plötzlich bin ich umzingelt. Überall wandeln diese Leichen. Ich bleibe hinter einer Mauer. Dann sehe ich jemanden rennen. Ein Mensch. Ein richtiger Mensch. Er wird verfolgt von einem halben dutzent Leichen. Ich lade meine Waffe. Er verschwindet hinter einem Haus.
Ich sollte ihm helfen. Zusammen könnten wir diese Mistkerle ganz einfach erledigen. Er kommt voller Panik hinter dem Haus hervor. Noch mehr von diesen Dingern sind nun hinter ihm. Ich lege an. Ich Ziele. Ziele…
Er verschindet hinter dem nächsten Haus. Ich warte. Ich höre mehr stöhnen. Mehr rennen. Mehr … Ich drehe mich um. Fange an zu rennen, denn der Weg ist nun frei. Renne den Hügel hoch in den Wald.
Und frage mich, ob dieser andere, … überlebt hat. Ich wollte ihm helfen. Jedoch kam dann ein anderes Gefühl in mir hoch. Was wenn er mich erschießt und meine Sachen klaut? Was wenn er einer von den Arschlöchern ist? Ich fühlte mich schlecht, weil ich ihm nicht geholfen habe. Aber ich war glücklich, dass es nicht mich, sondern ihn erwischt hat.
Die Sonne brennt immernoch. Mir dreht sich alles. Habe zu lange nichts getrunken.
Was wenn er was für mich zu trinken gehabt hätte? ….
Willkommen in DayZ.

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