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Handycamera vs. DSLR

3 comments

Ich war eigentlich immer ein großer Skeptiker, was Handycameras anging. Als ich an Handyfotos dachte, kamen mir immer total verrauschte, verwackelte, kontrastlose Bilder in den Sinn.

Mittlerweile bin ich auch stolzer Besitzer einer Handykamera. Zugegeben, mein erstes Fotohandy. Was daran liegt, dass ich eigentlich minimalist bin. Mein altes Handy war so ein Motorola ding, womit man nur telefonieren und SMS versenden konnte. Hat mir gereicht.

Hat aber auch nicht lange gehalten, deswegen musste ein neues her. Ich habe lange überlegt ob ich mir wirklich ein Smartphone holen soll. So viele Funktionen. Brauch ich das alles? Aber ich habe mir dann doch ein HTC Legend gekauft.

Die Handykamera habe ich eigentlich nie benutzt. Hin und wieder um kleine Filmchen aufzunehmen. Zum Fotografieren, eigentlich nie. Da ich meine DSLR eigentlich immer griffbereit habe.

Als ich in Polen war, hatte ich meine DSLR im Hotelzimmer vergessen. Ich dachte ich hätte sie im Auto. War aber ein Irrtum. Gut dann schnell die Handykamera gezückt und damit ein paar Fotos gemacht. Und ich muss zugeben ich war überrascht, was für eine gute Qualität die Bilder eigentlich haben. Im Laufe meines Aufenthalts, habe ich sehr viel mit dem Handy fotografiert. Da es einfach auch Vorteile hat. Man hat das Handy wirklich immer mit.

Meine DSLR hatte ich sehr oft mit. Und wenn ich sie mit hatte, habe ich sie natürlich auf benutzt. Aber wenn man eben in die Stadt geht, will man ja nicht unbedingt seine Fototasche mit dem ganzen Equipment rumschleppen. Was auch daran liegen mag, dass ich meine perfekte Fototasche noch nicht gefunden habe. Jedoch bin ich auf StyleSpion auf eine wunderschöne Tasche aufmerksam geworden, die es vielleicht sein könnte. Denn sie ist auch sehr alltagstauglich und vom Design spricht sie mir auch sehr zu. Aber zurück zum Thema.

So ein Handy kann man schnell zücken. Man hat es schneller in der Handy, als wenn man seine DSLR aus der Kameratasche kramen muss. Mittlerweile haben die Handykameras auch eine recht gute Auflösung, auch wenn der Chip sehr klein ist.

Kann sie antreten gegen eine DSLR? Meiner Meinung nach nicht wirklich. Jedenfalls aus rein technischen Aspekten.  Auch wenn das Handy mobiler ist hat man mit einer DSLR einfach mehr Möglichkeiten und mehr Kontrolle über das Ausgangsbild. Man kann schlechte Lichtsituationen besser meistern usw. Jedoch bietet eine Handycam für mich eine gute alternative zu einer kleinen digicam und wenn man damit fotografiert, fühlen sich die Leute auch nicht so erschlagen wie mit einer DSLR und 300mm Teleobjektiv. Sie ist halt unauffälliger. Außerdem kann man bei verkleinerten Versionen des Bildes auch kaum einen Unterschied zwischen DSLR und Handy feststellen.

Und bei gutem Wetter und gutem Licht, kann man auch mal die Handycam zücken. Denn es kommt nicht darauf an, mit was man fotografiert, sondern wie.

Ich werde es weiter verfolgen und mit meinem Handy fotografieren, wenn ich einen passenden Moment sehe. Denn von dem Technik Trip auf dem ich war, als ich angefangen habe zu fotografieren, bin ich Gottseidank schon lange runter. Wenn man anfängt hat man irgendwie immer im Kopf, wenn ich eine bessere Kamera habe, dann kann ich auch bessere Fotos machen. Was natürlich totaler Quatsch ist. Früher hatten die Leute auch keine digitalen Spiegelreflex Kameras mit 20 MP, sondern nur analoge Kameras und haben wunderbare Fotos gemacht.

Der einzige Grund, wieso ich mir eine neue DSLR kaufen würde, wäre die ISO Zahl. Meine EOS 400 hat leider nur maximal ISO 1600 und ab 800 rauscht es schon wie sau extrem. Eine Kamera mit höherem ISO und weniger Rauschen wäre der einzige Kaufgrund für mich. Ich bin auch kein großer Objektfetischist. Mir reicht eigentlich wenig. Ich mag meine 50mm Festbrennweite. Wünschenwert wäre noch eine 35mm und 80 / 100mm Festbrennweite. Zooms mag ich irgendwie nicht. Und Tele Objektive eigentlich noch weniger.

Ich habe auf Youtube mal eine kleine Dokuserie gesehen. Über verschiedene Fotografen aus bzw in New York. Eine Fotografin, die auch sehr viel mit ihrem iPhone fotografiert hat sagte, einen Fotografen macht nicht seine Kamera aus, sondern der drang zu Fotografieren. Egal mit was.  Und das würde ich auch so unterschreiben.

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Meistens Student. Oft Spieleentwickler und fast immer Blogger. Twitter-Junkie sowie Fotokamera halter. Meistens blogge ich weil ich nichts anderes zu tun habe. Was so viel heißt wie, ich drücke mich vor der Arbeit indem ich blogge.

  • http://blog.s-blu.de/ Sam

    Arr, so ein HTC lächelt mich ja auch schon seit einer Weile an, allerdings tut mein altes Sony es noch, deswegen bleib ich dabei :)

    Ich schätze mal, dein HTC hat schon eine recht ordentliche Kamera, bei meinem Sony Erricson steht noch stolz “2.0 Megapixels” drauf. Bei sehr viel Licht kann man damit fotografieren, sobalds ein bisschen dämmerig wird, kommt gar nichts mehr an. Und davon abgesehen haben die Fotos glaube ich eine Auflösung von 480x6xx. Wie sieht’s bei der Auflösung von deinem aus? Kann man das wirklich weiterverwenden? Eine DSLR spuckt einem ja schon etwas größere Formate aus …

  • admin

    Bei Fotos maximal 2592 x 1952 was für den Web Bereich mehr als genug ist. Sollte auch zum Ausdrucken reichen. Außer man will sich ein großes Poster o.Ä. drucken lassen. Da braucht man paar MP mehr.

  • Rudolf

    Habe auch mit dem Legend Fotoerfahrung gesammelt (kurioserweise auch in Polen ;).
    Wer DSLR-Niveau gewohnt ist, kann im Smartphone-Bild nur kleine Hoffnungen erfüllt finden. Mindestens die Legend-Kamera gehört (geprüfterweise) nicht zu den Besten, das zeigen die Bilder dann auch deutlich in einem auch bei ansprechendem Licht schon hohen Rauschpegel. Verwendbarkeit als Abzug endet aus meiner Sicht spätestens bei 13x18cm, drüber schauts rauschig und unscharf aus (teils wie interpoliert….)
    Ist für mich nur Notbehelf, wenn nichts anderes zur Hand, ansonsten sind schon bessere Smarthone-Kameras auf dem Markt, wie im HTC Sensation. Das kostet derzeit aber auch rund 400 Euro Minimum.