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Neue Kamera in der Familie.

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Ich war jetzt schon länger auf der Suche nach einer neuen Kamera. Nicht weil meine anderen Kameras nicht mehr funktionieren, sondern es war einfach wieder Zeit für etwas neues.

Mittlerweile bin ich ausschließlich analog unterwegs und habe meistens entweder meine Mittelformat Zenza Bronica SQ dabei oder meine kleine Rangefinder Vivitar 35ES. Und ich finde so kleine Kameras wie die Vivitar einfach genial. Aber da ich in letzter Zeit immer wieder Probleme mit der Belichtung bei der Vivitar hatte, habe ich mich auf die Suche nach einer neuen begeben. Ich nehme mal an, dass der Belichtungsmesser der Vivitar neu justiert werden muss. Ein kleines Problem mit der Vivitar ist die Batterie. Denn sie mag gern eine PX675 haben. Das sind kleine Quecksilber Zellen, die leider nicht mehr produziert werden. Und die Kamera ist halt auf die 1.35V Spannung eingestellt und bei anderen Batterien mit mehr oder weniger Spannung, ist der Belichtungsmesser nicht mehr so genau.

Deswegen habe ich auch mehrere Batterien für z.B. Hörgeräte ausprobiert und dann die Belichtungsmessung mit meiner Digitalkamera und Belichtungsmesser verglichen. War leider immer leicht daneben.

Nun lange Rede, kurzer Sinn: Ich war auf der Suche nach einer neuen Kamera. Gerne eine kleine Rangefinder für Unterwegs. Ich hatte mehrere im Auge und eine die mein Herz direkt verzaubert hat, war die Voigtländer Bessa R. Die auch wie so oft “The poor man’s leica” genannt wurde. Ein wunderschönes schlichtes schwarzes Design und die Möglichkeit Objektive zu wechseln. Da es ein M39 Objektgewinde hat, konnte man auch Leica Objektive daran befestigen. Manueller Fokus, TTL-Belichtungsmessung, … ach einfach ein Traum. Leider ist es gar nicht so einfach daran zu kommen. Besonders, wenn man nicht viel Ausgeben will. Ich habe Tagelang in der Bucht gefischt und in Foren und wurde leider mehrfach überboten bei den 2-3 Auktionen die es zu der Kamera gab.

Aber ich hatte noch einige andere Kameras im Auge, die Yashica Electro 35 GSN, Olympus 35 RC, Canon QL17 G-III und die Konica Hexar AF. Alle bis auf die Konica waren typische Messsucherkameras und im Preisbereich zwischen 20 und 120 Euro. Die Konica lag da schon höher. Ab 150 bis 300 €, je nach Modell und Zustand. Die Hexar ist eine voll-automatische Kleinbildkamera und gehört eher zu der Kategorie Point-and-Shoot anstatt Rangefinder. Trotzdem hat mir das Design der Kamera sehr gefallen und auch die Linse war solide. Ich habe viel gutes über die Kamera gelesen und das einzig negative war die Useability. Denn das Interface und die Bedienung waren mehr als Umständlich. Wieder in der Bucht ein paar Auktionen beobachtet. Bei der Yashica und der Canon wurde ich leider wieder überboten.

Dann bin ich durch Zufall auf die Olympus XA gestoßen. Wie die Olympus 35 RC eine sehr kleine Kamera, ideal für unterwegs. Ich hatte Glück, da eine Auktion in ein paar Stunden auslief und habe fleißig Geboten. Zu der XA Familie gehören noch weitere Kameras, wie die XA2, XA3 und XA4. Die XA3 und XA4 sind jedoch unglaublich selten, da diese nur begrenzt Produziert wurden. Am häufigsten war die XA2. Obwohl die XA2 der Nachfolger der XA war, gab es doch Unterschiede bei den Funktionen. Langsamere Linse, Zone-focusing, kein Backlight Adjustment, dafür aber auch um einiges günstiger. Im Durchschnitt ging die XA2 für 20-30 € weg. Die XA hingegen für deutlich mehr.

Ich war also froh, dass ich auf die XA Geboten habe und habe die letzten Minuten abgewartet und dann ist es wirklich passiert. Ich wurde überboten. In der letzten Sekunde. Und da ich gerade gemüdlich am Essen war, habe ich es nicht mehr geschafft mein Gebot zu erhöhen. Die XA ging dann für knapp 70 € weg.

Das wars. Mehrmals überboten. Zu wenig Auktionen. Ich hatte genug.

Es gab sonst keine weiteren XA Auktionen mehr, nur noch welche für Sofortkauf für 150-180 €. Was mir aber zu viel war für die Kamera. Das Ende der Suche?

Nein. Ich habe dann noch eine XA2 gesehen, die gerade bei 5 € war und dachte warum nicht. Die paar Euro tun dann eh nicht weh. Und auch wenn ich lieber die XA oder XA3 hätte, mit mehr Einstellungsmöglichkeiten, war die XA2 doch besser als nichts. Als ich jedoch das Bild sah, war ich verwirrt. Denn in der Auktion stand XA2 mit A11 Blitz. Doch auf dem Bild war eine XA zu sehen.

Deswegen habe ich schnell den Verkäufer angeschrieben und gefragt ob das Bild oder die Produktbeschreibung falsch sei. Er hat auch prompt geantwortet, dass ich wohl recht habe und es eine XA ist und keine XA2.

Wie ein Ninja habe ich den Ablauf der Sekunden beobachtet und mir ein hartes Biet-Duell mit einem anonymen unbekannten geliefert. Und habe die Kamera am Ende für 20 € bekommen.

Ich  dachte ja wirklich, dass mich all mein gutes Karma verlassen hätte, doch da hab ich jetzt ein schönes Schnäppchen gemacht. Und das auch nur, weil sich der Verkäufer bei der Produktbeschreibung vertan hat.

Die XA ist nun vor ein paar Tagen angekommen und ich habe sie mit neuen Batterien gefüttert (die nimmt die SR44 Silberoxide Batterien) und schon etwas damit rumgeknipst. Ich hoffe, dass ich dann bald ein paar Fotos hochstellen kann.

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Meistens Student. Oft Spieleentwickler und fast immer Blogger. Twitter-Junkie sowie Fotokamera halter. Meistens blogge ich weil ich nichts anderes zu tun habe. Was so viel heißt wie, ich drücke mich vor der Arbeit indem ich blogge.